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Homeoffice - ein Arbeitsmodell, das sich viele Eltern wünschen, um Job und Familie flexibel unter einen Hut zu bekommen. Die Technik macht es längst möglich: Viele Jobs lassen sich ohne weiteres von Zuhause aus erledigen, ausgestattet mit Laptop, Smartphone und über Online-Verbindungen zum Netzwerk des Arbeitgebers. Soweit die Theorie! In der Realität ist Homeoffice für viele eine Herausforderung – und das schon ganz ohne Kinder im Haus! In Zeiten von Coronavirus und Covid-19-Pandemie, wenn Schulen und Kitas über lange Zeit geschlossen bleiben, Kinder zu Hause von den Eltern betreut werden müssen und so eine ganz neue Lebens- und Arbeitssituation entsteht, ist Homeoffice ein wahrer Kraftakt!


Wie also klappt das Arbeiten mit Kindern im Haus?
Je älter die Kinder sind, umso einfacher dürfte die Vereinbarkeit von Job und Familie im Homeoffice werden – vor allem, wenn auch der Partner ganz oder teilweise von zu Hause arbeitet und man sich als Eltern gegenseitig den Rücken freihalten und Freiräume schaffen kann. Bei kleineren Kindern, oder für Alleinerziehende, ist diese Herausforderung unweit größer!
Doch egal wie alt die Kinder sind, den entscheidenden Unterschied zur „Normalsituation“ stellt derzeit die Notwendigkeit dar, Kinder und Job jeden Tag, über viele Wochen, vielleicht sogar Monate, unter einen Hut zu bekommen und dabei nicht die Nerven zu verlieren. In dieser Situation fordern eben auch ältere Kinder, vor allem im Vor- und Grundschulalter, Eltern mit ihrem unermüdlichen Wissens- und Tatendrang, der sonst in der Schule, in der Gemeinschaft mit Lehrern, Erziehern und Freunden und in sozialer Interaktion befriedigt wird. Deshalb zählen jetzt feste Strukturen und gute Absprachen innerhalb der Familie, um die Herausforderung gemeinsam zu meistern!

Tipp 1: Den Alltag neu strukturieren!

Ein fester Rhythmus, bekannte Rituale, Strukturen und verlässliche Muster geben Kindern Sicherheit und Halt und können allen Familienmitgliedern dabei helfen, die Situation zusammen zu Hause zu meistern. Wichtig ist es, möglichst klare Zeiten zu definieren. Dazu gehören Spielzeit, Essenszeit, Schlafens- oder Ruhezeit, Arbeitszeit, Pausenzeit, Lern- und Kreativzeit sowie Medienzeit.


Gut ist es, so viel Normalität beizubehalten wie möglich, zum Beispiel, indem gewohnte Schlafens-, Essens- und Aufstehzeiten den Tag grundsätzlich strukturieren. Feste Zeiten für die Kinder, in denen sie sich bestenfalls mit sich selbst beschäftigen, sorgen zudem dafür, dass es täglich Zeitspannen gibt, in denen alle Familienmitglieder einer Aufgabe nachgehen und Eltern im Idealfall Zeit für ungestörtes Homeoffice-Arbeiten finden. Sind noch kleinere Kinder im Haushalt, ist der Mittagsschlaf eine gute Gelegenheit, einiges abzuarbeiten.

Tipp 2: Ein Plan erleichtert das Familienleben!

Es hilft, schon morgens einen Blick auf die geplanten Aktivitäten des Tages zu werfen und gemeinsam mit den Kindern einen Tagesplan zu erarbeiten. Perfekte Helferlein sind dafür nicht nur klassische Familienkalender, Lernuhren und Lerntafeln, sondern auch Tagespläne, die man ganz leicht mit Kindern selbst basteln und kreativ gestalten kann. Kinder sollten dabei auch altersgerechte Pflichten und Aufgaben übernehmen – das können schon die Kleinsten – und es gibt Kindern das gute Gefühl, wichtig für den Zusammenhalt in der Familie zu sein! Die schul- und kindergartenfreie Zeit bietet zudem eine Chance, dass Kinder mehr selbstbestimmt tun können, was ihnen wichtig ist, und nicht ausschließlich nach dem Rhythmus der Erwachsenen leben müssen! Bei der Erstellung der Tagespläne sollten Eltern deshalb anregen, vorschlagen und die für die Erledigung der Arbeit im Homeoffice notwendige Zeit erklären, aber eben auch ihre Kinder fragen, was SIE interessiert und was SIE tun wollen. Damit erhöht sich die Chance, dass Kinder sich ausdauernder mit den von ihnen selbst gewählten Aufgabe beschäftigen und so ungestörte Arbeitszeiten für alle Familienmitglieder entstehen – ein willkommener Effekt!

Tipp 3: Intervallarbeiten und Ruhe bewahren

Aus den aufgestellten Tagesplänen dürfte sich in der Praxis ergeben, dass stundenlanges „Arbeiten am Stück“ in der derzeitigen Situation nicht alltagstauglich ist. Intervallarbeiten ist das Zauberwort und sorgt dafür, dass möglichst wenig Bedürfnisse und Aufgaben auf der Strecke bleiben. Dabei ist Kommunikation wichtig: Wann arbeite ich, wann bin ich für Kollegen und Vorgesetzte erreichbar? Je nach Tages- und Wochenplan hilft es, möglichst feste Arbeitszeiten zu definieren und zu kommunizieren. Gerade bei kleinen Kindern lässt es sich aber nicht vermeiden, dass man hin und wieder im Homeoffice bei der Arbeit, einer Telefon- oder Videokonferenz gestört wird. Dann heißt es Ruhe bewahren, es mit Humor nehmen und sich für das Verständnis des Gegenübers bedanken - viele Kollegen, Vorgesetzte oder Geschäftspartner werden ebenfalls Kinder haben und den Spagat kennen!

Tipp 4: Kinder zur Selbstständigkeit anleiten!

Sobald Kinder alt genug sind, können sie zeitlich begrenzte und altersgerechte Eigenständigkeit lernen – das heißt nichts anderes, als dass sie sich selbst oder mit sich selbst beschäftigen können. Wenn Eltern das bereits in den ersten Lebensmonaten Schritt für Schritt mit ihren Jüngsten üben, lernen Kinder überraschend schnell, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen, sobald kein Erwachsener mehr im Raum ist und den „Unterhalter“ spielt. Je älter das Kind wird, desto besser kann es mit dieser Situation und vermeintlicher Langeweile umgehen – ein positiver Effekt in jeder Lebenslage und für Eltern im Homeoffice die Chance, ungestört arbeiten zu können, ohne dass die Kids auf „dumme Gedanken“ kommen. Jetzt ist also die Chance, Selbständigkeit ein wenig mehr zu trainieren als bisher!

Tipp 5: Kinder beschäftigen – Ideen für Spiel, Spaß & Lernen!


  • Bücher lesen
    Lassen Sie Ihre Kinder Bücher zum Vorlesen aussuchen. Lesen Sie vor und unterhalten Sie sich mit dem Kind über die Geschichte. Mit älteren Kindern können Sie gemeinsam besprechen, was das Kind allein lesen kann. Lassen Sie sich später davon erzählen. Und auch für die Jüngsten gibt es mit interaktiven Holzbüchern schon eine liebevolle Heranführung an das Thema Lesen.

  • Frische Impulse fürs Rollenspiel
    Das neue Lieblingsspiel: Arbeiten wie die Großen! Kinder lieben es, Erwachsene zu imitieren und durch das Homeoffice der Eltern bekommen die Kleinen ganz neue Impulse! Im für Kinder so wichtigen Rollenspiel spielen sie die Großen in Alltagssituationen nach – und das ist nun mal derzeit häufiger das Telefonieren mit Kollegen und das Tippen auf der Tastatur des Laptops. Richten Sie Ihren Kindern doch vielleicht mit einem ausgedienten Computer oder Laptop einen „Spielarbeitsplatz“ ein, bereiten Sie zusammen mit den Kindern die Mahlzeiten zu oder Backen einen Kuchen – im Anschluss daran bieten Kinderküchen, Kaufläden und Spiellebensmittel sowie Zubehör die perfekten Utensilien, um im Rollenspiel der Kreativität freien Lauf zu lassen. Aber auch Arztkoffer und Werkbänke stehen hoch im Kurs.

  • Gesellschaftsspiele
    Beim gemeinsamen Spielen mit Eltern oder Geschwistern werden Regelverhalten, soziale Fähigkeiten, Problemlöseverhalten, Strategieentwicklung, Ausdauer und Konzentration trainiert. Nutzen Sie die Zeit und spielen Sie eine Runde Ludo, Memo oder Domino. Auch Vier gewinnt, Tic Tac Toe, Würfelspiele oder Logikspiele wie Geheimcode und Schiffe versenken sind neben Buchstaben-Spielen der Hit!

  • Bauen und Konstruieren
    Mit Lego, Holzbausteinen, Holzbausätzen und anderen Materialien, die zu Hause vorhanden sind, lassen sich tolle Bauwerke erschaffen. Bauen und Konstruieren schult dabei technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Handgeschicklichkeit, Feinmotorik, Wahrnehmung sowie Ausdauer und Geduld. Für besonders gelungene Bauwerken können Sie zusammen mit ihren Kindern auch die Baupläne aufschreiben oder aufmalen. Das bringt ganz nebenbei einen Lerneffekt.

  • Kreative Aufgaben und Künstlerisches
    Malen, Falten, Basteln, Kneten und Perlen auffädeln beschäftig Kinder fast jeden Alters über längere Phasen. Der Fantasie sind dabei auch mit Alltagsmaterialien wie Dosen, Kartons, Schnüren und Zeitungspapier keine Grenzen gesetzt. Viele Bastel- und Malvorlagen und weitere Ideen finden Sie hier.

  • Bewegung und frische Luft
    Kinder brauchen Bewegung! Ausflüge in die Natur oder in den heimischen Garten ermöglichen Bewegung, sportliche und spielerische Aktivitäten, aber auch die Beobachtung von Pflanzen und Tieren! Gemeinsames nach draußen gehen, Laufradfahren, Active-Spiele im Garten spielen, kleine Gartengeräte benutzen, Schaufeln & Co. sind jetzt das, was Kindern Spaß macht. Wer sich den Garten ins Haus holen will, ist mit einem Indoor Gemüsegarten-Spielset gut aufgestellt.

  • Medienzeiten sinnvoll nutzen
    Die Sondersituation der Eltern bringt es mit sich, dass Medien noch verstärkter in den Fokus der Kinder rücken und dass festgelegte Regeln neu überdacht werden. Zum Glück gibt es im Fernsehen und im Internet z. B. interessante Filme für Kinder über Natur, Geografie und das Leben in anderen Ländern und Gesellschaften, die die Weltsicht der Kinder erweitern können.

Tipp 6: So klappt es mit den Lern- und Hausaufgaben!

Eltern von schulpflichtigen Kindern stehen vor einer besonderen Herausforderung. Neben der eigenen Arbeit im Homeoffice sind sie nun auch Lernbegleiter ihrer Kinder und somit erster Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Lern- und Hausaufgaben. Ältere Schülerinnen und Schülern bekommen oft von der Schule digital gestellte Aufgaben zur Verfügung, während Eltern von Grundschülern Anregungen und Hinweise auf Schulbücher, Arbeitshefte und bestehende Arbeitspläne bekommen. Aber was tun, wenn nichts von der Schule kommt oder die Aufgaben gemacht sind? Dann sind Lernspiele der Educate-Serie wie Rechenwürfel, Rechenplättchen oder Wortlegespiele, 1x1-Trainer sowie ein aus Holz sinnvolle Aktivitäten für Kinder, bei denen sie immer auch etwas lernen. Grundsätzlich muss bedacht sein, dass Eltern zu Hause nicht den Schulunterricht ersetzen müssen!

Tipp 7: Das eigene Wohlbefinden nicht aus den Augen verlieren!

Besonders wichtig ist, gemeinsam mit der Familie auch das Gute in der Situation zu sehen und zu versuchen, sich trotz der Doppelbelastung durch Homeoffice und Kinderbetreuung, immer wieder Positives vor Augen zu führen! Jedes Elternteil sollte soweit möglich auch Zeit in sich selbst investieren – genug Energie und eigenes Wohlergehen stabilisieren letztlich die gesamte Familie.
Große Herausforderungen bergen oft auch Chancen!


Small foot wünscht eine gute Zeit daheim!

Autor des Artikels

Mandy
Digital Marketing